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Nature · Economy

Fruchtsäfte ohne Früchte

March 03rd, 2012
in:Nature, Economy
by:Sara Jabril
located in:Germany
tags:Fruchtsäfte, Stiftung Warentest, Test, Vitamine
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Äußerst enttäuschend und alarmierend fiel der jüngste Fruchtsaft-Test der Stiftung Warentest (März 2012) aus.

Von 22 Multivitaminsäften wurden lediglich drei weiterempfohlen. „11 und 11 plus“ von Rabenhorst erhielt mit einem Ergebnis von 1,5 die Bestnote. „Intense Multivitamin“ von Amecke und „Fruchtstern Multivitaminsaft“ von Netto wurden jeweils mit „gut“ bewertet.

Zahlreiche Säfte schnitten deutlich schlechter ab - nicht selten mit der Bezeichnung „mangelhaft“. Grund dafür ist vor allem der Umgang mit Vitaminen. Die Prüfer bemängelten, dass die meisten Vitamine tatsächlich gar nicht aus Früchten, sondern aus dem Reagenzglas stammen. Außerdem wurde in vielen Säften eine zu hohe Dosis an Vitaminen festgestellt, die bei literweisem Konsum des Getränks sogar gesundheitsschädlich sein kann.

Verbraucher sollten des Weiteren darauf achten, ob das Produkt auch wirklich als „Fruchtsaft“ gekennzeichnet ist. Da der Begriff gesetzlich geregelt ist, und nur von Getränken bestehend aus Früchten und Fruchtsaft verwendet werden darf, versuchen viele Hersteller die Regelung zu umgehen, indem sie erfinderisch werden. So entstehen Produktnamen wie „Roter Multi“ oder „Happy Day Multivitamin“.

Besonders bei Getränken, die mit exotischen Früchten werben, sind oft überhaupt keine echten Früchte enthalten. Deshalb sollten Saftliebhaber der Aufschrift „Direktsaft“ Beachtung schenken, die über den eigentlichen Fruchtinhalt des Getränks informiert.

„Multienttäuschend“, bezeichnet die Berliner Morgenpost das Ergebnis der Stiftung Warentest.

Foto: Sara Jabril

Article written by:
Sara Jabril
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